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Marketing Wrap – Woche 45 | 2021

Diese Woche werfen wir im Marketing Wrap einen Blick auf Facebook, Instagram und Twitter.

It’s a wrap!

Facebook: Neue Funktionen und Monetarisierung von Gruppen

Was ist passiert?

Facebook schraubt zurzeit an der zentralen Gruppenfunktion und hat auf dem offiziellen Facebook Communities Summit einige neue Features angekündigt. So soll es für Admins jetzt noch einfacher werden, eine Gruppe zu gestalten und zu organisieren. Zudem stellt Facebook erste Monetarisierungsoptionen für Gruppen vor. 

Die spannendsten Neuerungen auf einen Blick:

  • Mehr Gestaltungsmöglichkeiten: Admins können in Zukunft die Farben, Schriftarten und Post-Hintergründe einer Gruppe festlegen. Mit einer eigenen Begrüßungsmeldung und vorgefertigten Post-Presets kann der Look&Feel einer Gruppe zusätzlich individualisiert werden.
  • Community Awards: Mitglieder sollen durch Awards jetzt noch enger zusammenwachsen. So können Nutzer*innen Posts, die sie besonders inspirierend oder witzig finden, eine passende Auszeichnung verleihen.
  • Untergruppen (mit Eintrittspreis): Gerade in großen Gruppen ist der Main Feed schnell überfüllt. Untergruppen sollen hier Abhilfe schaffen: In ihnen können sich Nutzer*innen zu Subthemen zusammenschließen. Zusätzlich kann ein Eintrittspreis für diese Gruppen festgelegt werden, was für Admins eine neue Einnahmequelle darstellt.
  • Community Fundraiser: Mit diesem Feature können Admins Geld für einen (guten) gruppenbezogenen Zweck sammeln.
  • Merchandise: In Gruppen können jetzt eigene Merchandise-Seiten erstellt und Produkte mit Gruppenbezug an Mitglieder verkauft werden.
Facebook: Neue Funktionen und Monetarisierung von Gruppen

(Quelle: Facebook)

Warum ist das für Marketer*innen relevant?

In unserer Studie “OK Zoomer – Marketing für die Gen Z” haben wir festgestellt, dass das Aufbauen einer funktionierenden Community immer wichtiger wird – vor allem für Unternehmen. Denn die kommenden Konsument*innen organisieren sich mehr und mehr um die eigenen Interessen in digitalen Gruppen. Marken müssen hier präsent sein, um die Gen Z nachhaltig zu erreichen.

Die neuen Gruppenfunktionen von Facebook könnten dabei ein Lichtblick sein. Zwar verschwinden junge Leute vermehrt von der Plattform, allerdings sind andere, Community-getriebene Dienste, wie etwa Discord, gerade stark im Kommen. Facebook will auf den Trend aufspringen und für die jüngere Zielgruppe wieder attraktiver werden. Gleiches gilt übrigens für WhatsApp: Ersten Berichten zufolge sollen Gruppen hier bald auch überarbeitet und so mehr zu Communities transformiert werden. 

Die neuen Monetarisierungsmöglichkeiten sind natürlich auch ein potenziell vielversprechendes Feature für Marketer*innen – schließlich führt Facebook damit eine ganz neue Art der Einnahmequelle ein. 

Instagram: Sticker für mehr Engagement

Was ist passiert?

Nachdem letzte Woche die Link-Sticker für alle Accounts nutzbar gemacht wurden, dürfen wir uns diese Woche an einem neuen Tool erfreuen. Der “Du bist dran”-Sticker soll für mehr Engagement auf Instagram Stories sorgen. Hier werden die Nutzer*innen dazu aufgefordert, eigene Fotos und Videos zu einem bestimmten Thema zu teilen. Stories sollen so noch interaktiver werden. 

Twitter

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Warum ist das für Marketer*innen relevant?

Für Marketer*innen bringt der “Du bist dran”-Sticker natürlich einige Einsatzgebiete mit sich. So können Unternehmensaccounts nicht nur nach Fotos und Videos der eigenen Produkte fragen, sondern auch Meinungen und Perspektiven der Zielgruppe einholen, sie so besser verstehen lernen und Inspiration sammeln.

Allerdings sollten Marketer*innen sich nicht wundern, wenn die Antworten auf den Sticker geringer ausfallen als etwa Reaktionen oder Kommentare. Schließlich ist eine Einreichung hier mit deutlich mehr Aufwand verbunden. Die User*innen müssen selbst aktiv werden und die Inhalte in ihrer Story teilen. 

Wir sind auf jeden Fall gespannt, wie Marken den Sticker die nächsten Wochen annehmen werden und wie die Community darauf reagiert.

Twitter: Spaces können jetzt aufgenommen und geteilt werden

Was ist passiert?

Twitter Spaces nennt sich die Antwort der Plattform auf den (mittlerweile verflogenen) Hype um Clubhouse. Hier können Twitter-Nutzer*innen eigene Live-Audio-Gespräche führen. Mittlerweile können alle Accounts ein solches Gespräch starten – waren es anfangs nur solche mit mehr als 600 Follower*innen.

Letzte Woche dann ein erneutes Update: Spaces können jetzt auf aufgenommen und damit anschließend auf Twitter geteilt werden. Die Formate bleiben so auch nachträglich nutzbar.

Warum ist das für Marketer*innen relevant?

Vor- und gleichzeitig Nachteil der 2021 aufkommenden Live-Audio-Formate war schon immer, dass sie nach Ende des Gesprächs nicht länger nutzbar waren. Bei Clubhouse führte das zu einem Hype, ausgelöst durch FOMO (Fear of Missing Out). Zu groß war die Sorge, man könne ja ein spannendes Gespräch verpassen. Der größte Nachteil liegt dabei natürlich auf der Hand: Unterschiedliche Zeitzonen und feste Slots bergen das Problem, dass nicht alle Interessierten an den Live-Gesprächen teilnehmen können.

Gerade für Marketer*innen stellen Live-Audio-Formate so auch immer ein gewisses Risiko dar. Vor allem, wenn entscheidende Gäste mit ins Boot geholt werden, ist es ärgerlich, wenn durch einen ungünstig gewählten Termin nur ein Bruchteil der eigentlich Interessierten teilnehmen können. Die Möglichkeit, Spaces aufzunehmen und nachträglich zugänglich zu machen, könnte für viele Marketer*innen deshalb eine Erleichterung sein und Spaces zu einem relevanten Live-Audio-Format machen.

Quellen

https://onlinemarketing.de/social-media-marketing/facebook-gruppen-geld-neue-features-moderations-tools

https://www.socialmediatoday.com/news/instagram-launches-add-yours-sticker-to-facilitate-more-engagement-in-sto/609267/

https://www.futurebiz.de/artikel/du-bist-dran-sticker-instagram-stories/ 

https://www.theverge.com/2021/10/28/22750341/twitter-spaces-recording-feature-sharing-option

Linda Schmitt
Linda ist Marketing Managerin bei House of Yas. Zu ihren Hauptaufgaben zählen das Schreiben von eBooks und Artikeln für das YasMag. Schon während ihres Studiums der Medienwissenschaft und Anglistik entdeckte sie ihre Leidenschaft fürs Content Marketing und Texten, die sie zunächst in der IT-Branche und heute bei House of Yas weiter auslebt.
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