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Anatomie und Tipps für dein Instagram Business Profil

Dir bleiben auf Instagram nur wenige Sekunden Zeit, deine Profilbesucher*innen zu Follower*innen zu machen. Als eine Art Online-Visitenkarte finden User*innen hier im Optimalfall alles, was sie über dein Business wissen müssen. Um aus deinem Instagram Business Profil wirklich alles rauszuholen, solltest du dabei die folgenden Bausteine verstehen und Faktoren berücksichtigen…

Standard, Business oder Creator? Welches Instagram Profil ist richtig für dich?

Auf Instagram unterscheiden wir zwischen drei Arten von Profilen: Standard, Creator und Business. Für die private Nutzung ist das Standard-Profil vorgesehen. Im professionellen Umfeld empfehlen wir, ein Business Profil einzurichten. Dann stehen deinem Unternehmen

  • ein neuer Button zur Kontaktaufnahme,
  • Insights über die Kanal-Performance
  • sowie die Möglichkeit, auf Instagram Werbung zu schalten und Posts zu promoten

zur Verfügung.

Eine gute Nachricht: Einen Standard zum Business Account zu machen ist überhaupt nicht schwer. Du brauchst dazu lediglich eine Facebook-Seite. Hier findest du eine offizielle Anleitung.

Für Influencer*innen gibt es seit neustem extra Creator-Profile. Neben ausführlicheren Statistiken zu Follows und Unfollows erhalten Influencer*innen hier Einblicke in die Demografie der erreichten Nutzer*innen. Ein bisher großer Nachteil, wegen dem wir zunächst vom Wechsel zu einem Creator-Profil abraten: Hier kannst du noch keine Apps von Drittanbietern zur Analyse oder dem Planen von Posts verwenden.

Die Anatomie deines Instagram Business Profils

Neben den verschiedenen Konto Arten veröffentlicht Instagram auch immer weitere Funktionen. Erst kürzlich wurden Guides für alle Accoutns nutzbar gemacht und die Shopping-Funktion präsenter platziert. Die Plattform ist also immer im Wandel. Damit du den Überblick behältst, haben wir in der folgenden Grafik festgehalten, woraus sich deine Profilübersicht zusammensetzt:

Anatomie eines Instagram Business Profils

Für viele Unternehmen stehen hier Beiträge, Stories, Videos und (seit neustem) Guides im Vordergrund. Doch besuchen User*innen dein Profil, sehen sie davon zunächst nur einen Bruchteil. Dein Profil muss also auch überzeugen!

Um es genau zu nehmen: Allein in den Punkten 1-9 auf unserer Grafik schlummert massig Potenzial.

Hier wollen wir dir nicht nur sagen, was du dabei beachten musst, sondern auch wertvolle Tipps mit auf den Weg geben:

Username: Hi, my name is…

Dein Username (alles hinter dem „@“) ist das Erste, was du angibst, wenn du dich bei Instagram anmeldest. Er sollte den Namen deines Unternehmens oder Produkts enthalten und einen gewissen Wiedererkennungswert haben. Denn mit ihm wirst du verlinkt, vertaggt, er wird neben Kommentaren von dir angezeigt.

Deinen Username KANNST du im Nachhinein ändern. Wir raten allerdings davon ab, außer, es wird (zum Beispiel durch ein Rebranding) unbedingt nötig. Und das aus zwei Gründen:

  1. Deine Follower*innen kennen und suchen dich unter diesem Namen. Nach der Namensänderung finden sie dich womöglich nicht mehr.
  2. Eine Username-Änderung macht außerdem Probleme, wenn du in Captions erwähnt wirst: Anders als bei Tags auf Bildern, wird dein Name hier nicht nachträglich angepasst, wenn du ihn änderst.

TIPP: Auf Instagram gibt es jeden Usernamen nur einmal! Dein Wunschname ist schon vergeben? Oder aufgrund der Länge nur schwer lesbar? Bei der Wahl deines Usernames erlaubt Instagram zwei Sonderzeichen: Punkt und Unterstrich. So kannst du Spaces in deinem Namen darstellen oder Zusatzinformationen anhängen und trotzdem deinen Unternehmensnamen verwenden. Beispiele für Accounts, die Sonderzeichen gekonnt nutzen sind:

Profilbild: So erkennen dich User*innen

Dein Profilbild trägt zum Wiedererkennungswert deines Accounts bei. Wähle am besten ein einfaches Motiv, wie etwa dein Firmenlogo, denn abseits der Übersicht wird das Profilbild sehr klein dargestellt.  

TIPP: In der App wird dein Profilbild zwar nur in 100 x 100 px abgebildet. Öffnen User*innen Instagram jedoch im Browser eines PCs oder Laptops, sehen sie das Bild größer. Lade deshalb besser ein Foto in 180 x 180 px hoch.

Kennzahlen: Aller guten Dinge sind drei

Die Kennzahlen sind nicht nur für dich spannend, um das Wachstum deines Profils im Auge zu behalten. Sie haben auch einen Einfluss auf deine Profilbesucher*innen: Ein Account mit mehr Follower*innen wirkt stärker. Hier entsteht das Gefühl, dass sich das Folgen eher lohnt.

TIPP: Sortiere regelmäßig deine Beiträge aus. Besonders hohe Zahlen können Besucher*innen abschrecken und vom Folgen abhalten, aus Angst, dass ihr Feed von deinen Inhalten überflutet wird. Oft sind ältere Beiträge auch nicht mehr aktuell: Vielleicht wurde das dargestellte Produkt eines alten Posts bereits aus deinem Sortiment genommen oder die abgebildeten Kolleg*innen arbeiten gar nicht mehr in deinem Unternehmen. Durchs Aussortieren sorgst du also dafür, dass dein Instagram Business Profil stets einen aktuellen Eindruck deines Unternehmens vermittelt.

Name: Achtung! Verwechslungsgefahr?

Bei diesem Namen, der oberhalb deines Steckbriefs im Profil fett markiert steht, handelt es sich NICHT um deinen Username. Hier kannst du in 30 Zeichen den Namen deines Business, Produkts oder Dienstleistungen beschreiben. Im Gegensatz zum Username ist dieser Name nicht nur einmal vergeben – er darf also auch von anderen genutzt werden. Hier sind außerdem Sonderzeichen sowie Groß- und Kleinschreibung erlaubt.

TIPP: Bei der Profilsuche auf Instagram wird der Name zusätzlich zum Username berücksichtigt! Eins von beidem sollte also auf jeden Fall den Unternehmensnamen enthalten. Nur so kann dein Business von Interessierten auch wirklich gefunden zu werden. Taucht der Name deines Unternehmens bereits im Username auf, kannst du mit dem Steckbrief-Namen deine Leistung, Branche oder Region genauer beschreiben. Bist du etwa als nachhaltiger Onlineshop  tätig, lohnt es sich, das hier anzugeben. Dann wird dein Account in der Suche nach diesem Keyword ebenfalls gelistet.

Branche: Unscheinbar, aber wirkungsvoll!

Zwischen Namen Steckbrief siehst du bei Business Profilen die Branche, in der das Unternehmen tätig ist. Hier wählst du zwischen einer von vielen vorgegebenen Möglichkeiten. Besucher*innen erkennen so direkt, in welchem Bereich dein Unternehmen tätig ist.

TIPP: Da die Angabe einer Branche auf Instagram Business Profilen vorbehalten ist, sieht dein Account dadurch direkt professioneller aus. Du solltest diese Funktion also in jedem Fall nutzen!

Steckbrief: Zeig, warum sich das Folgen lohnt!

Der Steckbrief ist das Herzstück deines Profils: Hier entscheidet sich oft, ob gefolgt wird oder nicht. In diesem Textbaustein stehen dir 150 Zeichen frei zur Verfügung. Das sieht erstmal nach wenig aus, doch sonst sind deiner Kreativität kaum Grenzen gesetzt: Du kannst mit Text, Emojis und Sonderzeichen verdeutlichen, was du machst du wofür dein Business steht.

Die Kunst liegt hier darin, den Balanceakt zwischen Ästhetik und Information zu schaffen. Dazu kannst du auch deinen USP integrieren, um die Unternehmensvision vorzustellen. Nutze auch hier deine Brand Voice. So erkennen Besucher*innen direkt, wie humorvoll, seriös oder leistungsorientiert dein Unternehmen auftritt.

Instagram Business Profil: ikea

ikeadeutschland zeigt sich locker und humorvoll: Die Besucher*innen werden direkt angesprochen, geduzt und zur Aktivität angeregt! (Quelle: Instagram Account ikeadeutschland)

Instagram Business Profil: naturstrom

Die naturstrom_ag macht deutlich, auf welche Inhalte sich Nutzer*innen nach dem Folgen freuen können. (Quelle: Instagram Account naturstrom_ag)

TIPP 1: Sorge mit Umbrüchen für mehr Struktur!

Bearbeitest du einen Steckbrief in der Instagram App, kannst du zunächst keine Umbrüche setzen. Doch wenn du dich auf der Plattform bewegst, fällt dir bestimmt auf, dass viele Profile sehr wohl mit Umbrüchen arbeiten. Die Lösung: Bearbeite dein Profil entweder im Browser deines PCs oder schreibe sie alternativ im Notizmodul deines Smartphones vor. Dann kannst du sie – inklusive Umbrüche – einfach in die App kopieren.

Instagram Business Profil: the nu company

the.nu.company macht Informationen durch das Listenformat snackable. Für das gewisse Etwas sorgen die passenden Emojis als Aufzählungszeichen. (Quelle: Instagram Account the.nu.company)

TIPP 2: Nutze Hashtags und Verlinkungen!

Deine Bio ist der perfekte Ort, um auf Branded und Campaign Hashtags aufmerksam zu machen. (Das sagt dir nichts? Erfahre mehr über die unterschiedlichen Instagram Hashtags. So lieferst du den User*innen einen Überblick über neue Kampagnen, Aktionen oder Wettbewerbe – kurz gesagt: über alles, was gerade bei dir läuft.

Instagram Business Profil: iglo

iglo_deutschland hat gleich mehrere Kampagnen am Start: Vom #FischFreitag über die #3ZutatenKüche bis hin zu #GreenCuisine – es ist für alle Follower*innen etwas Interessantes dabei! (Quelle: Instagram Account iglo_deutschland)

Auch Profile kannst du hier verlinken, etwa Parter*innen, Influencer*innen oder Unterseiten für Tochterunternehmen und einzelne Produkte. So kannst du bestimmte Produkte promoten oder den Besucher*innen eine Verbindung deutlich machen. Hier lautet die Devise: Transparenz schafft Vertrauen!

TIPP 3: Motiviere User*innen zur Aktivität!

Direkt unterhalb des Steckbriefs befindet sich, wenn angegeben, der Link (mehr dazu im nächsten Punkt). Somit ist das Ende des Texts perfekt für einen Call-To-Action als Verweis auf weiterführende Inhalte. Mit einem simplen „Für mehr Infos, hier klicken:“ leitest du Nutzer*innen so beispielsweise auf deine Website weiter.

Die meisten User*innen wissen: In Instagram Captions sind Links nicht klickbar. Anderes gilt für deine Profilübersicht: Hier hast du Platz für genau einen Link. Darunter kannst du außerdem deine Adresse angeben.

Instagram Business Profil: veganz

veganz verlinkt auf eine aktuelle Ernährungsstudie, aus der einzelne Erkenntnisse immer wieder auch als eigene Beiträge auf Instagram geteilt werden. (Quelle: Instagram Account veganz)

TIPP: Du kannst dich nicht entscheiden, auf welche Seite du linken willst? Dann erlösen wir dich von der Qual der Wahl: Schicke deine Follower*innen einfach auf eine eigene Landingpage, die als Zweigstelle sämtliche angeteaserte Content-Pieces bündelt.

Instagram Business Profil: happysocks1
Instagram Business Profil: happysocks2

Sockenhersteller happysocks verlinkt auf eine Landingpage, auf der du Links zu allen Produkten der letzten Instagram Posts findest. (Quelle: Instagram Account happysocks)

Story-Highlights: Von der Eintagsfliege zum Content Piece!

Eigentlich sind Stories Eintagsfliegen: Nach 24 Stunden verschwinden sie automatisch. Die Highlight-Funktion sichert ausgewählten Content-Pieces das Überlieben und platziert sie dauerhaft und präsent in der Profilübersicht. Dazu solltest du Highlights in Kategorien unterteilen, damit Besucher*innen schneller finden, was sie suchen.

Instagram Business Profil: umwelthilfe

Die Deutsche Umwelthilfe setzt auf Highlights, um Content zu verschiedenen Themen zu bündeln. Das erinnert an Kategorien eines Blogs. (Quelle: Instagram Account umwelthilfe)

Instagram Business Profil: otto

Einen anderen Ansatz verfolgt otto_inside: Sie liefern in den Highlights Blicke hinter die Kulissen und nutzen sie so für das Employer Branding. (Quelle: Instagram Account otto_inside)

TIPP 1: Das Titelbild für ein Highlight kannst du über „Highlight bearbeiten“ separat einfügen. Es muss also keine vorher veröffentlichte Story sein – und das verschafft deinem Unternehmen eine Menge Gestaltungsspielraum! Es ermöglicht dir aussagekräftige Titelbilder in deinem Corporate Design. Nutze etwa eigene Icons für jede Kategorie und stimme die Bilder mit dem Look&Feel deines Feeds ab für ein in sich stimmiges Gesamtbild.

Instagram Business Profil: hubspot

hubspot greift die Logofarbe in den Highlight-Icons auf. Das lässt den Feed auf Betrachter*innen stimmig wirken und entspricht gleichzeitig der Corporate Identity. (Quelle: Instagram Account hubspot)

TIPP 2: Denk über deine Priorisierung nach! Ohne Swipen sind nur vier Story-Highlights sichtbar. Deswegen sollten die für dich momentan wichtigsten Highlights vorne stehen. Das Story-Highlight, dem du zuletzt eine Story hinzugefügt hast (egal ob aktuell oder aus dem Archiv!), wird dabei zuerst aufgelistet.

FAZIT

Eine gute Profilübersicht zeigt den Besucher*innen also, warum sich das Folgen lohnt. Das Profil ist zwar optisch und inhaltlich recht komprimiert, da die Musik auf Instagram immer noch in den Beiträgen spielt. Für Unternehmen ist das Profil jedoch vor allem im Hinblick auf Conversions wichtig: Hier finden User*innen ähnlich einer Visitenkarte alle entscheidenden Infos zu deinem Unternehmen und gleichzeitig einen Wegweiser hin zu Partner*innenaccounts und weiterführende Inhalte.

Gestalte dein Profil deshalb kreativ und bewusst!  Und vor allem auch: Schöpfe das Potenzial ganz aus – es lohnt sich!

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Linda Schmitt
Linda ist Marketing Managerin bei House of Yas. Zu ihren Hauptaufgaben zählen das Schreiben von eBooks und Artikeln für das YasMag. Schon während ihres Studiums der Medienwissenschaft und Anglistik entdeckte sie ihre Leidenschaft fürs Content Marketing und Texten, die sie zunächst in der IT-Branche und heute bei House of Yas weiter auslebt.
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