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Zutaten für den perfekten Instagram Hashtag-Cocktail

Zwei sind genug! Oder doch lieber 20? Beim Thema Instagram-Hashtags scheiden sich die Geister. Die einen sagen so, die anderen so – was macht denn nun die perfekte Mischung aus? Hier erhältst du alle Zutaten für den idealen Instagram Hashtag-Cocktail.

Mysterium Anzahl: Wie viel ist genug? Und wie viel zu viel?

Bei Hashtags ist kein Thema so umstritten wie die optimale Anzahl. Sicher ist hier nur eins: Mehr als das Maximum von 30 Hashtags pro Beitrag solltest du nicht verwenden. Zu der genauen Anzahl sprechen Experten immer wieder unterschiedliche Empfehlungen aus: Während Agorapulse behauptet je mehr Hashtags, desto besser, berichtet Fangpagekarma, dass 20 Hashtags für die größte Reichweite sorgen. AllFacebook hingegen spricht sogar davon, dass zwei bis vier Hashtags als Optimum kommuniziert werden.

Verwirrt? Wir auch!

Deswegen empfehlen wir: Probieren geht über Studieren. Über die Instagram Insights kannst du nachverfolgen, wie viele deiner Impressionen von Hashtags kommen. Zusätzlich geben dir Apps wie PreviewApp Auskunft darüber, welche deine erfolgreichsten Hashtags waren. Behältst du diese Zahlen im Blick, wirst du nach und nach feststellen, was gut funktioniert und darauf weiter optimieren können.

Viele Accounts sind hier aufs Optische bedacht und finden, dass zu viele Hashtags schnell nach Spam aussehen. Deshalb fügen sie Hashtags gerne am Ende der Caption ein, manchmal auch durch Leerzeilen abgetrennt, oder sogar separat im ersten Kommentar. Hier kannst du frei nach deinen Präferenzen vorgehen: Denn auf die Performance wirkt sich die Position der Hashtags nicht aus.

Aber wie setzt sich jetzt der perfekte Instagram Hashtag-Cocktail zusammen?

Verstehe Hashtags zunächst auf die folgenden zwei Wege:

1. Zielgruppen & Inhalt: Branded, Community & Campaign Hashtags

Zuerst solltest du festlegen, welche Zielgruppe du erreichen und welchen Inhalt du kommunizieren willst. Meist ergibt sich das schon aus dem Beitrag, den du teilst. Suchst du jetzt nach passenden Hashtags, solltest du hier nach drei verschiedenen Hashtag-Arten unterscheiden:

  • Branded Hashtags sind Hashtags die sich auf ein spezielles Unternehmen bzw. eine Marke beziehen.
  • Community Hashtags sind solche, die Leute mit den gleichen Interessen verbinden und eine Community schaffen.
  • Campaign Hashtags sind meist nur für ein paar Tage aktuell, z.B. um ein neues Produkt zu launchen oder ein Event, das nur innerhalb eines bestimmten Zeitraums stattfindet, zu bewerben.
Instagram Hashtag Beispiel: alnatura

In der Kampagne #alnaturakocht inspiriert Alnatura die Follower*innen mit leckeren Rezepten. Diese sind immer mit dem Branded Hashtag #alnatura sowie mehreren Community Hashtags versehen.
(Quelle: Instagram-Account alnatura)

Instagram Hashtag Beispiel: hejnatural

Mit #halloween nutzt Hejnatural einen sehr allgemeinen und leicht zugänglichen Campaign Hashtag. Der eigene Hashtag sowie #livehealthy schmücken den Beitrag mit Branded und Community Hashtags weiter aus.
(Quelle: Instagram-Account hejnatural)

Instagram Hashtag Beispiel: ikea

Wer neue Ideen für die eigene Wohnung sucht, wird bei der Kampagne #inspiremeininterior fündig. Gleichzeitig verleiht IKEA dem Post mit drei Branded Hashtags eine eigene Note und macht ihn durch den Community Hashtag #neuekollektion für Außenstehende auffindbar.
(Quelle: Instagram-Account ikeadeutschland)

2. Detailgrad der Hashtags: Allgemein, beliebt & spezifisch

Auch auf den Detailgrad kommt es an: Es geht dir schließlich nicht nur darum, möglichst viele, sondern auch die richtigen Leute zu erreichen. Grundsätzlich gilt: Je spezifischer du wirst, desto aktiver ist die Community hinter einem Hashtag. Der Detailgrad deiner Hashtags lässt sich hier grob in drei Kategorien unterteilen:

  • Allgemein: #love #awesome #summer
    Diese Hashtags vereinen zwar die meisten Posts unter sich, sind aber auch aufgrund ihrer Allgemeingültigkeit nahezu zugemüllt. Das kannst du dir so vorstellen: Dein Unternehmen verkauft Smoothies – und das aus voller Leidenschaft. Also setzt du unter einen deiner Beiträge den Hashtag #love. Ein*e andere Nutzer*in hingegen liebt Hunde und versieht deshalb das neuste Bild ihres*seines Labradors mit dem selben Tag. Hier erreichst du mit deinem Lieblingsdrink vielleicht eine größere Menge an Nutzer*innen, jedoch wahrscheinlich nicht deine Zielgruppe.
  • Beliebt: #food #fitness #horse
    Beliebte Hashtags beziehen sich schon eher auf Interessen und Inhalte, werden aber immer noch einer große Anzahl Posts angehängt. Sie sind in den meisten Fällen der größte gemeinsame Nenner einer Interessengruppe. Um bei deinem Beispielunternehmen zu bleiben: Ein beliebter Hashtag wäre etwa #smoothie. Hier erreichst du zwar schon eher deine Zielgruppe, jedoch besteht das Risiko, dass dein Beitrag unter der Menge an Posts untergeht.
  • Spezifisch: #lowcarb #vegandiet #nosugar
    Beliebte Hashtags geben die Richtung vor, spezifische Hashtags führen das Ganze weiter aus: Sie haben den höchsten Detailgrad und sind damit die beste Wahl, wenn du eine ausgewählte Zielgruppe erreichen möchtest. Willst du deine Mixing-Skills an die richtigen Leute bringen, sind hier Hashtags wie #healthydrinks, #ingwershot oder #vitaminbombe denkbar.

Die Grenzen zwischen den verschiedenen Kategorien sind hier nicht immer eindeutig und dienen so eher einer groben Einteilung. Deutlicher wird das an diesen Beispielen:

Instagram Hashtag Beispiel: ecosia

Suchmaschine Ecosia informiert zur US-Wahl 2020. Mit allgemeinen (#earth), beliebten (#climatechange) und spezifischen (#bethechange) Hashtags decken sie hier eine breite Zielgruppe ab – in der Hoffnung, möglichst viele Menschen zu erreichen.
(Quelle: Instagram-Account ecosia)

Instagram Hashtag Beispiel: junglueck

Mit den beliebten (#kosmetik) und spezifischen (#umdenkenbeginntbeidir) Hashtags erreicht Junglueck Kosmetikfans, die Wert auf Nachhaltigkeit legen. Mit allgemeineren Hashtags (#herbst) weiten sie ihre Zielgruppe weiter aus.
(Quelle: Instagram-Account junglueck)

Instagram Hashtag Beispiel: kaffeetschi

Über allgemeine (#mood), beliebte (#coffeelove, #packaging) und spezifische (#coldbrew, #produktdesign) Hashtags, erreicht Kaffeetschi nicht nur Kaffeeliebhaber, sondern auch Fans von kreativen Produktdesigns.
(Quelle: Instagram-Account kaffeetschi)

Inspiration gefällig? So findest du die richtigen Hashtags für deinen Geschmack

In der Theorie haben wir jetzt verstanden, wie du einen Instagram Hashtag-Cocktail mischen kannst. Jetzt kommt es auf die tatsächlichen Zutaten an: Wie findest DU die perfekten Hashtags für DEINEN Geschmack (und den deiner Zielgruppe)?

  1. Das beginnt natürlich zunächst bei dir und deinem Unternehmen: Schau dir deinen Beitrag noch einmal genau an. Was ist zu sehen, wie will sich dein Business darstellen und was ist der Mehrwert für deine Follower*innen?
  2. Ziehe hier die oben definierten Hashtag-Arten zu Rate und überlege dir, was du schon abgedeckt hast und wo noch Potenzial besteht.
  3. Es lohnt sich außerdem, Influencer*innen in deiner Branche sowie mögliche Konkurrent*innen zu beobachten: Welche Hashtags verwenden sie?
  4. Denk daran: Unterschiedliche Menschen suchen nach unterschiedlichen Hashtags. Suche also immer auch nach Synonymen und alternativen Schreibweisen, um deine Zielgruppe weiter auszuschöpfen.

Diese Tools helfen dir bei der Recherche

Doch auch hier bist du nicht auf dich allein gestellt. Es gibt zahlreiche Apps und Tools, mit denen du dich inspirieren lassen kannst. So bietet Fanpagekarma einen Hashtag Composer an, der dir auf Eingabe eines Hashtags ähnliche vorschlägt. Apps wie Tags for Likes Pro stellen ganze Listen zu verschiedenen Themen zusammen, aus denen du dir dann die passendsten Schlagwörter aussuchen kannst. Aber Achtung! Von bestimmten Hashtags solltest du Abstand halten:

Finger weg! Diese Instagram Hashtags sind gebannt

Natürlich darfst du niemals Hashtags verwenden, die gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen. Diese sind auf Instagram grundsätzlich gebannt – du wirst unter ihnen also keine Beiträge finden. Ebenso wird dein Post niemandem angezeigt, die*der nach einem solchen Hashtag sucht.

Doch auch scheinbar harmlose Tags werden von Instagram hin und wieder geblockt. Bestes Beispiel: 2020 sperrt Instagram am 14. Februar den Hashtag #valentinesday, um Spam vorzubeugen. Eine Sammlung derzeit gebannter Hashtags findest du hier.

If you like #pinacolada – Letzte Tipps für deinen Instagram Hashtag-Cocktail

Damit du bei der Hashtag-Recherche für neue Beiträge nicht ständig von vorne beginnen musst, lohnt es sich, einen Hashtag-Katalog anzulegen. Stell dir diesen wie ein Buch voller Cocktail-Rezepte vor: Welche Hashtags passen zusammen, wie deckst du möglichst viele Interessent*innen ab? An diesem Katalog kannst du dich dann immer wieder bedienen. Hier kannst du nicht nur festhalten, welche Tags du nutzt, sondern auch, wieviel Suchvolumen hinter ihnen steckt und zu welcher Art sie zählen. So kannst du dir jedes Mal den perfekten Hashtag-Cocktail mixen, der zu deinem Beitrag passt.

Für User*innen mit einheitlichem Betriebssystem auf Smartphone und PC/Laptop bietet sich dafür die jeweilige Notiz-App an, die du für alle Geräte einfach synchronisieren kannst. Hier legst du den Katalog einmal an und kannst die Hashtags dann nach Belieben herauskopieren – egal, wo du bist!

Nutzer*innen mit verschiedenen Betriebssystemen können auf Google Tabellen (im Englischen „Sheets“) zurückgreifen. Die zugehörige Mobile App erlaubt, dass du den Katalog auf deinem Smartphone in deiner Hosentasche mitnimmst. Planst du deine Posts hingegen am Desktop-PC, kannst du einfach über deinen Browser zugreifen. Praktisch ist hier, dass du das Dokument auch für deine Kolleg*innen zugänglich machen kannst. So könnt ihr den Katalog gemeinsam optimieren und die Kreativität aller ausschöpfen.

FAZIT

Wenn du die richtigen Zutaten kennst, ist es gar nicht so schwer, einen leckeren Instagram Hashtag-Cocktail zuzubereiten. Hier nochmal zusammenfassend das „Rezept“:

  • Recherchiere Themen, beobachte Influencer*innen und Konkurrenz und lege dir einen Hashtag-Katalog an
  • Bediene Branded, Community & Campaign Hashtags, um für Abwechslung zu sorgen
  • Mische allgemeine, beliebte und spezifische Hashtags, damit du die richtige Zielgruppe erreichst
  • Halte deinen Erfolg im Blick und optimiere auf die Tags, die besonders gut funktionieren

Fertig! Viel Spaß beim Ausprobieren und „Genießen“!

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Linda Schmitt
Linda ist Marketing Managerin bei House of Yas. Zu ihren Hauptaufgaben zählen das Schreiben von eBooks und Artikeln für das YasMag. Schon während ihres Studiums der Medienwissenschaft und Anglistik entdeckte sie ihre Leidenschaft fürs Content Marketing und Texten, die sie zunächst in der IT-Branche und heute bei House of Yas weiter auslebt.
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