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Marketing Wrap – Woche 35 | 2020

Diese Woche dreht sich in unserem Marketing Wrap alles um die Social Media Plattform Instagram: Das Netzwerk hat die Nametags mit QR-Codes ersetzt, zukünftig können Nutzer*innen über „suggested posts“ auch Beiträge von Profilen sehen, denen sie nicht folgen und Facebook arbeitet an einem Zusammenschluss des Messenger und den Instagram Direct Messages.

It’s a wrap!

Instagram: Mit QR-Codes Profile über deine Kamera öffnen

Was ist passiert?

Die Nametags beim sozialen Netzwerk Instagram wurden durch QR-Codes abgelöst. Insbesondere Restaurants und Geschäfte sollen davon profitieren: Interessierte können über die Kamera-App ihres Smartphones den QR-Code des Unternehmens scannen und so direkt zum jeweiligen Instagram-Profil gelangen. Dort erhalten sie wiederum Informationen über Standorte, Öffnungszeiten sowie Produkte.

Wie funktioniert das?

Seit kurzem werden weltweit alle Instagram-Accounts mit QR-Codes ausgestattet – unabhängig davon, ob es sich um einen privaten oder einen Business-Account handelt. Der eigene Code lässt sich finden, indem du

  1. auf dein Profil gehst,
  2. auf das Burger-Menü klickst und
  3. dort auf den Bereich „QR-Code“.

Möchten Unternehmen ihren QR-Code ausdrucken, können sie diesen über instagram.com/nametag herunterladen.

Quelle: Eigener Screenshot


Gescannt werden können die Codes über Kamera-Apps, die diese Funktion unterstützen. Auch die Instagram-Stories-Kamera sowie die Instagram-QR-Code-Kamera erkennen die Codes.

Warum ist das für Marketer*innen relevant?

Über soziale Netzwerke können Unternehmen den Kontakt zur Kundschaft sowie zu Interessierten halten und eine Bindung zu ihnen aufbauen. Insbesondere für Restaurants sind QR-Codes in der COVID-19-Krise nahezu unerlässlich geworden. Mithilfe der Codes werden nicht nur Besucher registriert und Speisekarten zur Verfügung gestellt, auch der Aufbau der Instagram-Community lässt sich so vorantreiben. Denn nur mit wenigen Klicks können Nutzer*innen dem jeweiligen Shop oder Restaurant folgen, das sie gerade besuchen – und über erweiterte Funktionen wie Instagram Shopping auch später von der Couch aus zu Kund*innen werden.

Instagram: Facebook-Messenger integriert


Was ist passiert?

Facebook hat damit begonnen, den Facebook-Messenger in die Instagram-App zu integrieren. Erhalten Nutzende im „Direct Messages“-Bereich Informationen zu einem Update und führen dieses durch, schreiben sie zukünftig Nachrichten in Instagram über den Facebook Messenger. Offiziell verkündet wurde die Änderung noch nicht, Redakteur*innen des Magazins „The Verge“ konnten in ihren Profilen die Integration des Messengers jedoch schon sehen.

Wie funktioniert das?

Bei Klick auf das Direct Messages-Icon erhalten Nutzende die Information, dass

  • neue Farben für die Chats verfügbar sind,
  • neue Emojis als Reaktionen hinzugefügt wurden,
  • zum Antworten einfach geswiped werden kann und
  • Nutzende mit Freunden chatten können, die Facebook nutzen.

Klicken User*innen dann auf „Update“, verwandelt sich das Direct Messages-Icon in das Facebook Messenger-Icon. Bisher lassen sich jedoch noch keine Facebook-Kontakte anschreiben.

Warum ist das für Marketer*innen relevant?

Schon im Januar 2019 hatte Facebook-Chef Mark Zuckerberg angekündigt, dass er eine gemeinsame Kommunikationsplattform für Facebook, Instagram und WhatsApp basteln möchte, die mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung versehen ist. Unternehmen können auf diese Weise über einen Messenger ihre Zielgruppe auf verschiedenen Plattformen erreichen – das erleichtert beispielsweise die Kommunikation des Kundenservices.

Instagram: Beiträge von Profilen, denen du nicht folgst

 
Was ist passiert?

Für alle User*innen weltweit werden im sozialen Netzwerk die „suggested posts“ ausgerollt: Den Nutzenden werden Beiträge von Accounts vorgeschlagen, denen sie bisher nicht folgen.

Wie funktioniert das?

Haben die Nutzer*innen alle Beiträge gesehen, die die von ihnen abonnierten Profile in den letzten zwei Tagen veröffentlicht haben, wird ihnen die Nachricht „Du bist auf dem neuesten Stand“ eingeblendet. Im Anschluss werden den User*innen die vorgeschlagenen Beiträge ausgespielt.

Diese werden passend zu den Interessen der jeweiligen Nutzer*innen (anhand ihrer abonnierten Accounts) ausgewählt. Die „suggested posts“ unterscheiden sich dabei vom „Explore“-Bereich: Während in den vorgeschlagenen Beiträgen Accounts mit den gleichen Themen angezeigt werden, zu denen die Nutzer*innen schon Profile abonniert haben, werden im „Explore“-Tab lediglich Beiträge zu allgemeineren oder benachbarten Themen vorgeschlagen.

Julian Gutman, Head of Product bei Instagram, erklärt das folgendermaßen: Da er vor allem Beiträge liked und kommentiert, die sich mit dem Weltall auseinandersetzen, werden ihm in den „suggested posts“ auch Beiträge zum Thema Space vorgeschlagen. Im Explore-Tab erhält er dagegen eher Vorschläge zum Thema Physik.

Warum ist das für Marketer*innen relevant?

Durch das neue Feature steigert Instagram die Chance, dass Nutzer*innen länger in der App verweilen, um sich auch Beiträge von nicht abonnierten Accounts anzeigen zu lassen. Das wiederum erhöht die Chance für Unternehmen, dass Interessierte auf ihr Profil aufmerksam werden und sie – ohne hierfür eine neue Maßnahme zu fahren – neue Follower gewinnen.

Quellen

https://www.internetworld.de/online-marketing/instagram/kundenbindung-instagram-fuehrt-qr-codes-2566049.html

https://onlinemarketing.de/news/instagram-vorgeschlagene-posts

https://www.theverge.com/2020/8/14/21369737/facebook-merging-instagram-messenger-chats-update

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Whatstabook-Facebook-will-Chat-Dienste-verknuepfen-4288570.html

Juli // Senior Marketing Manager
Juli ist Senior Marketing Managerin. Sie ist verantwortlich für SEO und Performance im Eigenmarketing sowie bei Kundenprojekten. Nach ihrem Anglistik-Studium hat sie Redaktions- und Marketing-Erfahrung in PR-Agenturen sowie in einem Online-Shop gesammelt. Ihren Weg zu House of Yas hat Juli über ihre Liebe zum Schreiben gefunden; heute baut sie permanent ihre Leidenschaft zu Zahlen, Daten und Keywords aus.
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