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Content-Hub: Knotenpunkt deines Website-Contents

Als zentraler Knotenpunkt deiner internen (Blogposts, Team, News, etc.) und externen (Social Media Posts, Youtube-Content, etc.) Inhalte hilft er dabei, deinen Content entlang der Customer Journey zu strukturieren.

Wir erklären dir, warum Content-Hub und Blogpost oft verwechselt werden und wie du in vier einfachen Schritten deinen eigenen Hub-Bereich erstellst.

Inhaltsverzeichnis

  1. Der Content-Hub im Überblick
  2. Content-Hub vs. Corporate-Blog
  3. 7 Vorteile eines Content-Hubs
  4. In 4 Schritten zu deinem Content-Hub
  5. Beispiele
  6. Fazit

Der Content-Hub im Überblick

Der Content-Hub ist ein zentraler Bereich deiner Website, der es dir ermöglicht, vermeintlich lose Content Pieces interner und externer Content-Quellen auf einer Seite übersichtlich zu verknüpfen. Ziel ist es, Nutzern relevante und formatübergreifende Inhalte zentriert zur Verfügung zu stellen, um gesamte Prozesse (Kaufentscheidung, Informationsbeschaffung, etc.) zu vereinfachen.

Der Hub-Bereich kann als Mosaik betrachtet werden, das aus vielen einzelnen Steinen zusammengebaut ist, fungiert also als eine Art Content-Maske. Er kann sowohl mit statischen Inhalten (Evergreen-Posts, Team, etc.) als auch mit dynamischem Content (News, Produkte, etc.) gefüllt werden. Unternehmen können sich damit ganzheitlich zu bestimmten Themenbereichen positionieren.

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Ein Beispiel zu verknüpften Hub-Inhalten:

  • Instagram-Beiträge über Klimawandel durch die Bekleidungsindustrie
  • Produktangebote: Bekleidung aus umweltschonenden Stoffen
  • Video-Input: Faire Kleidungsproduktion in Europa
  • FAQ: Wie kann ich online nachhaltiger einkaufen

Content-Hub vs. Corporate-Blog – Die Unterschiede

Manche Unternehmen nutzen den Begriff „Hub“ als Synonym für einen Blog. Obwohl beide Bereiche meist als eigene Seite im Webauftritt dargestellt werden, so ist eine Unterscheidung sinnvoll:

Unternehmensblog:

Bei klassischen Unternehmensblogs liegt der Fokus eher bei redaktionellen Inhalten, wie beispielsweise Artikel zu Branchenwissen, Lifestyle-Inhalte, Ratgeber-Formate, Unternehmens-Insights, etc.

Auch wenn Blogartikel zu weiteren Content Pieces verlinken können, so fehlt ihnen die multimediale Integration. Einzelne Themenbereiche können so behandelt werden, die gesamte Darstellung eines Topics kommt beim Blog-Format jedoch an ihre Grenzen.

Content-Hub:

Content-Hubs bestehen neben redaktionellen Inhalten (Artikel, Rezensionen, etc.) zusätzlich aus multimedialem Content quer durch die Bank: Videos, Grafiken, Produkt-Thumbnails, Audio-Formate, Bilder, etc.

Inhalte verlinken – im Vergleich zum Blog – nicht nur auf andere Formate und Kanäle, sondern können diese in eigenen Bereichen auf der Hub-Seite darstellen.

Du kannst also deinen Blog in deine Hub-Seite integrieren. Umgekehrt funktioniert das nicht.

7 Vorteile eines Content-Hubs:

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Eine Studie von Screenpilot zeigt, dass die Implementierung eines Content-Hubs anstelle einer normalen Übersichtsseite eines Resorts, die Anzahl der Website-Besucher in einem Jahr um 374 % erhöhte. Warum solche Erfolge erzielt werden können, zeigt ein Blick auf die unzähligen Vorteile des Content-Hubs:

Reichweite generieren

In einem Content-Hub können qualitative Inhalte zentral dargestellt werden. Nutzer finden diese auf nur einer Seite. Manche User wissen vielleicht gar nicht, dass das Unternehmen einen News-Bereich, oder Youtube-How-to-Videos anbietet.

Speziell bei Social Media Inhalten kann mit einem „Share“-CTA die Verteilung deiner Inhalte zusätzlich gefördert werden. Außerdem belohnt Google Seiten, die Themengebiete tiefgehend abdecken, mit guten SERP-Rankings.

User-Präferenzen verstehen

Du kannst nicht nur das User-Verhalten hinsichtlich deiner Inhalte messen, sondern dieses auch noch zentral für sämtliche Formate und Kanäle erfassen. So erfährst du auf einen Blick, welcher Tweet, Facebook-Post oder Blogartikel bei der Zielgruppe ankommt.

Usability fördern

Wie vorhin schon erwähnt, holt der Content-Hub deine Zielgruppe an sämtlichen Phasen des Marketing-Funnels mit passenden Inhalten ab. Das vermindert nicht nur den Aufwand, Informationen zu sammeln, sondern erhöht damit auch gleichzeitig die Usability deiner Website, da Strukturen und Zusammenhänge klar dargestellt werden.

Conversions erhöhen

Nutzer bekommen auf einer Website alle Informationen, die sie benötigen, um eine Entscheidung zu treffen (Kauf, Anmeldung, etc.). Conversion-Rates können somit steigen und mit passenden CTAs im Hub noch zusätzlich gefördert werden.

Kundenbindung stärken

Wenn User wissen, dass dein Hub eine zentrale Anlaufstelle zu bestimmten Themen bietet, schaffst du es, dass sie deine Website wiederholt besuchen. Denn sie wissen, dass dein Hub sämtliche Informationen im Überblick bereitstellt und müssen sich nicht mühsam auf die Suche nach Themen-Puzzleteilen begeben.

Traffic erhöhen

Ähnlich wie bei dem Vorteil der Reichweitenerhöhung, kann dein Content-Hub dir dabei helfen, den Traffic auf deiner Seite zu erhöhen. Content, der unter Umständen nicht konsumiert wird, da User beispielsweise deinen Instagram-Kanal nicht abonniert haben, können in einem Hub zentral promotet werden.

Storytelling betreiben

Marketer können, durch die Nutzung verschiedener medialer Formate, Geschichten besser darstellen und gesamtheitlich erzählen. Spannende Videos können mit informativen Artikeln und passenden Produkten verbunden werden. Man kann sagen, dass jeder Bereich (Blog, Social Media, Youtube, Unternehmensinsights, etc.) eine eigene Sequenz ist, die zentriert als gesamte Geschichte funktioniert.

In 4 Schritten zu deiner zentralen Content-Plattform

Du möchtest deinen eigenen Content-Hub erstellen? Folgende vier Schritte helfen dir dabei, dein Hub-Projekt strukturiert umzusetzen:

1. Thema, Ziel und Persona festlegen

Unternehmen sollten sich im ersten Schritt darüber im Klaren werden, welche Themen und Ziele sie mit dem Content-Hub verfolgen bzw. abdecken möchten. Will ein Modeunternehmen mit einer nachhaltig produzierten Produktlinie beispielsweise eine umweltbewusstere Zielgruppe ansprechen, so kann der Hub das Thema Nachhaltigkeit aufgreifen. Ist das Ziel jedoch, sämtliche Produkte zu promoten, so kann ein Lifestyle-Hub mit Modetipps, Trends und Produkten eher zur Zielerreichung beitragen.

2. Integrierte Formate bestimmen

Überlege dir vorab, welchen Content du im Hub darstellen möchtest. Bespielst du deinen Blog nur sehr unregelmäßig mit Inhalten, sollte eine Integration dieser überdacht werden. Sind diese Stücke Content-Evergreens und generieren damit Mehrwert zur Themenbearbeitung, kann es trotzdem sinnvoll sein. Das ist besonders wichtig, da Web-Developer die Bereiche im Hub programmieren, damit diese optimal angezeigt werden. Wichtig dabei ist, Inhalte zu wählen, die auf das Thema einzahlen.

3. Hub designen und erstellen

Der Hub sollte optisch deine Corporate Identity widerspiegeln und in deinen Website-Look integriert sein. Inhalte, Formate und Co. können priorisiert und im Hub dementsprechend gereiht bzw. angeordnet werden. Je strategischer das Layout durchdacht wird, desto optimaler kann die Seite umgesetzt werden. Nachträgliche Änderungen können nämlich zeit- und kostenintensiv sein.

4. Hub messen

Schlussendlich solltest du die Hub-Seite mithilfe gängiger KPIs messen. Kennzahlen, wie die Verweildauer, Backlinks, Conversion-Rate und Click-Rate können Aufschluss darüber geben, welche Inhalte bei der Zielgruppe ankommen und welche du anpassen solltest.

Beispiele

Viele Unternehmen haben den Vorteil eines Content-Hubs schon entdeckt. Damit du eine Überblick darüber bekommst, wie unterschiedliche einzelne Hubs aufgebaut sein können, haben wir nachstehend Beispiel-Hubs rausgesucht:

Deutsche Bahn

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Red Bull

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Ikea

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Airbnb

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Microsoft AI Blog

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Fazit

Der Hub als zentraler Knotenpunkt deines Contents schafft nicht nur Mehrwert für User, sondern ermöglicht dir auch eine kanal- und formatübergreifende und vor allem ganzheitliche Aufbereitung einzelner Themen.

Deine Nutzer erhalten damit einen einfachen Zugang zu deinen Inhalten und können an sämtlichen Phasen entlang der Customer Journey die benötigen Informationen finden, ohne dabei deine Website zu verlassen.

Ein umfassender Content Pool kann jedoch dazu verleiten, zu viele Inhalte im Hub darzustellen. Das kann dazu führen, dass User mit der Seite überfordert sind. Die angebotenen Informationen schaffen folglich eher Verwirrung anstelle von Mehrwert.

Je nachdem, wie du dich auf deiner Website positionieren möchtest, solltest du bei der Erstellung des Hubs die Ziele, Zielgruppen, Formate und das Design genau durchdenken, damit dein Content-Hub ein richtiger Erfolg wird und auf deine festgelegten Ziele einzahlt.

Philipp Burgstaller
Philipp ist Junior Marketing Creator und verstärkt das Autoren-Team. Zuvor hat er Marketing und Electronic Business in Österreich studiert und sich schon während des Studiums verstärkt mit Social-Media-Marketing und Content-Management befasst. Bei House of Yas kombiniert er seine Passion fürs Schreiben mit seinem Marketing-Know-How und versorgt so das YasMag mit brandaktuellen Artikeln zum Thema Marketing, Content und Co.
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