Content Creation

Content Farm

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Eine Content Farm ist die Bezeichnung für Web-Plattformen, die Inhalte – meist Texte – in großer Masse produzieren und veröffentlichen. Der Content wird von freien Mitarbeitern erstellt und ist in der Regel suchmaschinenoptimiert, um eine hohe Reichweite zu generieren. 

Definition von Content Farm

Eine Content Farm (auch als Content Mill oder Content Factory bezeichnet) ist ein Internet-Unternehmen, das suchmaschinenoptimierte Inhalte in großer Anzahl veröffentlicht. Meist handelt es sich dabei um Texte; häufig werden diese durch Grafiken, Bilder, Videos oder Audiodateien ergänzt.

Um genügend Content zu schaffen, greifen die Content Mills auf einen Pool an freiberuflichen Mitarbeitern zurück, die Auftragsarbeiten erledigen. Passende Inhalte werden oft durch eine SEO-Analyse identifiziert, wobei vor allem reichweitenstarke Themen bespielt werden, um möglichst viele Seitenaufrufe zu generieren.

Das Geschäftsmodell von Farmen

Das Geschäftsmodell der Content Fabriken beruht auf einem guten Suchmaschinenranking. Einziges Ziel der Unternehmen ist es, möglichst viele Seitenaufrufe zu generieren. Einnahmen erzielt eine Content Mill durch das Schalten von Werbung auf die einzelnen Beiträge der Website. Je höher die Reichweite, desto höher sind die Kosten für interessierte Werber – und umso höher sind die Einnahmen der Content Farm.

Um möglichst viele Nutzer auf die Seite zu locken, müssen die jeweiligen Inhalte ein möglichst hohes Ranking in den Suchmaschinenergebnissen erzielen. Aus diesem Grund werden vor einem Auftrag meist relevante Keywords und die genauen Überschriften eines Artikels festgelegt, die vom jeweiligen Texter in dieser Art umgesetzt werden müssen.

Zudem werden die freien Mitarbeiter häufig in der Suchmaschinenoptimierung von Texten geschult, um die Inhalte noch besser auf die Algorithmen der Suchmaschinen abzustimmen.

Neben dieser Art von Auftragsarbeit existieren auch Content Farmen, die den freien Mitarbeitern die Auswahl der Themen überlassen. Häufig wird dabei eine Vergütung auf Erfolgsbasis vereinbart, weshalb bei der Texterstellung ebenfalls stark auf die Suchmaschinenoptimierung geachtet wird.

Kritik an Content Mills

Content Farmen stehen aus verschiedenen Gründen in der Kritik. Zum einen wird die Qualität der produzierten Texte von verschiedenen Seiten bemängelt. Die freien Mitarbeiter seien häufig keine professionellen Texter und würden lediglich bezüglich SEO-Maßnahmen geschult, um ein möglichst hohes Ranking in den Suchergebnissen zu erzielen.

Dementsprechend lieferten die Inhalte häufig keinen Mehrwert für die Nutzer, da nur auf die Verwendung der richtigen Keywords und einer passenden Keyword-Dichte geachtet würde. Die Inhalte seien oft oberflächlich aufbereitet und teilweise schlecht recherchiert und geschrieben.

Dies führt zu dem weiteren Kritikpunkt, dass Content Farmen qualitativ hochwertigere Inhalte aus dem Suchmaschinenranking drängen würden. Dieser Umstand sei auf die SEO-Techniken der Betreiber und auf die Masse an Content zurückzuführen, den die Unternehmen produzieren.

Suchmaschinen wie Google oder Yahoo arbeiten aus diesem Grund dauerhaft an einer Verbesserung der Rankingalgorithmen, um eine höhere Qualität der Suchergebnisse zu gewährleisten. Seit dem Panda-Update von Google ist es für Content Mills deutlich schwieriger geworden, gute Ergebnisse in den Rankings zu erreichen.

Neben diesen inhaltlichen Punkten stehen Content Farmen außerdem wegen der Arbeitsbedingungen der freien Mitarbeiter in der Kritik. Häufig werden laut Kritikern nur sehr niedrige Löhne an die Texter ausbezahlt, während die Betreiber der Seite hohe Gewinne erzielen. Dies untergrabe außerdem das Geschäftsmodell professioneller Autoren und Redakteure, da eine Masse an günstigen Inhalten zur Verfügung stehe.

Die freien Mitarbeiter müssten darüber hinaus zahlreiche Texte produzieren, um sich durch diese Arbeitsmodelle finanzieren zu können, was zu einer hohen Arbeitsbelastung führe.

Quellen