Content Creation

Content Provider

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Als Content Provider werden Anbieter bezeichnet, die Webinhalte und Informationen kostenfrei oder gegen Gebühr zur Verfügung stellen. Dieses Angebot umfasst sowohl Anwendungen und Dienstleistungen wie Foren oder Webhosting als auch Medieninhalte wie Texte, Grafiken, Bilder, Audiodateien oder Videos.

Definition Content Provider

Laut Duden-Definition bezeichnet der Begriff Content Provider Anbieter von Informationen im Web. Dabei wird nicht festgelegt, auf welche Art von Informationen sich dieses Angebot bezieht. Aus diesem Grund muss bei einer Betrachtung der bereitgestellten Informationen nicht nur von Medieninhalten ausgegangen werden, sondern auch von anderen Inhalten wie etwa Content Management Systemen (CMS) oder diversen IT-Anwendungen.

Dadurch können grundsätzlich auch Hosting- sowie Housing-Anbieter oder die Betreiber von Foren und anderen Plattformen als Content Dienstleister angesehen werden. Diese Anbieter geben ihren Nutzern die Möglichkeit, Inhalte auf ihrem Server abzulegen und diese zu veröffentlichen.

Die Begrifflichkeit wird außerdem für Anbieter von redaktionellen Inhalten wie etwa Nachrichtenagenturen verwendet. Die Beschreibung von Dienstanbietern im Telemediengesetz (TMG) eignet sich daher für diesen Bereich deutlich besser als die Duden-Definition, da die verwendete Bezeichnung hier in einen Kontext gesetzt wird.

Im Sinne des TMG sind Diensteanbieter juristische oder natürliche Personen, die Medien zur Nutzung bereitstellen und dabei die Auswahl sowie die Gestaltung der Inhalte kontrollieren. Dienstanbieter kann in diesem Fall synonym zum Begriff Content Provider verwendet werden.

Nachrichtenagenturen als Content-Lieferanten

Grundsätzlich können wie erwähnt Nachrichtenagenturen als Content Provider verstanden werden. Die Agenturen stellen als Dienstleister Informationen zur Verfügung, die von anderen Medien wie lokalen Redaktionen aufgegriffen und bearbeitet werden.

Bei den bereitgestellten Inhalten kann es sich um verschiedene Content-Formate wie Texte, Grafiken, Bilder, Videos oder um Audiodateien handeln. Die jeweiligen Informationen werden zum Beispiel via RSS-Feed oder E-Mail-Benachrichtigung übermittelt; teilweise wird der Content auf der Website der Agenturen bereitgestellt.

Die Verwendung der so zur Verfügung gestellten Informationen wird auch als Content Syndication bezeichnet und stellt eine zentrale Maßnahme der Pressearbeit dar.

Verantwortung bei rechtswidrigen Inhalten

Im Umfeld der Content Provider kommt es im rechtlichen Bereich häufig zu Diskussionen und gerichtlichen Auseinandersetzungen bezüglich der Haftbarkeit. Hier wird nicht immer deutlich, wer für rechtswidrige Inhalte auf einer Seite zur Verantwortung gezogen werden kann.

Laut Telemediengesetz (TMG), Abschnitt 3, §7, Abs. 1 ist ein Dienstanbieter für eigene Informationen, die er zur Nutzung bereitstellt, nach den allgemeinen Gesetzen wie Urheber- oder Werberecht verantwortlich. Allerdings existieren auch Ausnahmen zu dieser Regelung.

Laut §8 TMG ist diese Regelung beispielsweise nicht anwendbar, wenn Dienstanbieter fremde Informationen nicht ausgewählt oder verändert haben. Zudem ist in §10 TMG festgelegt, dass Content Provider nicht haftbar gemacht werden können, sofern sie keine Kenntnis von der rechtswidrigen Information haben, entsprechende Inhalte sofort entfernt oder gelöscht haben oder Maßnahmen zur Verhinderung derartiger erneuter Rechtsverstöße auf ihrer Seite getroffen haben.

Dennoch können, im Gegensatz zu strafrechtlichen oder Schadensersatz-Ansprüchen, in diesen Fällen Unterlassungsansprüche geltend gemacht werden.

Quellen