SEO-Audit – Deine Checkliste für bessere Rankings

SEO-Audit – Deine Checkliste für bessere Rankings

SEO-Audits sind wichtig im heutigen Kampf um gute Plätze in den Suchmaschinenergebnissen. Unternehmen müssen sich dieser digitalen Hausaufgabe annehmen, wenn sie online auffindbar sein wollen.

Bevor du mit der Suchmaschinenoptimierung startest, zeigt dir ein SEO-Audit den technischen (Ladezeiten, Seitenstruktur, etc.) und inhaltlichen (Überschriften, Linkqualität, etc.) IST-Zustand deiner Website. Schwachstellen werden sichtbar und können optimiert werden. Wie ein SEO-Audit aussieht und welche SEO-Faktoren besonders wichtig sind, erfährst du in diesem Artikel.

Wie ein SEO-Audit aussieht und welche SEO-Faktoren besonders wichtig sind, erfährst du in diesem Artikel.

Der SEO-Audit – Ein Website-Audit mit großer Wirkung

Ein SEO-Audit hat immer das Ziel, deine Website anhand aktueller Suchmaschinenstandards zu analysieren. Schwachstellen deiner Website werden so sichtbar und können optimiert werden. Nach einem erfolgreichen Audit ist der Grundstein für gute Suchmaschinen Rankings gelegt. Kombiniert mit qualitativem Content gewinnst du damit an Sichtbarkeit und Reichweite.

Vor dem Audit solltest du planen, welche Bereiche analysiert werden und welche Mitarbeiter dafür zuständig sind.

Im Fokus stehen:

  • Technische Aspekte deiner Website
  • On-Page Maßnahmen
  • Off-Page Maßnahmen

Technik, Content und Co sollen nicht nur für die Google-Suche optimiert werden. Auch anderen Playern wie Bing, Yahoo und Baidu muss – je nach Zielmarkt – Beachtung geschenkt werden. (Baidu ist im chinesischen Markt mit über 60% Marktführer)

Technik, On-Page, Off-Page – Diese Bereiche werden unter die Lupe genommen

Unternehmen können im Rahmen eines SEO-Audits unterschiedlichste Maßnahmen starten. Ein umfangreiches Cheat Sheet von Explido, listet sämtliche Ansatzpunkte auf. Damit du einen guten Überblick über die wichtigsten Key-Faktoren erhältst, haben wir nachstehend zwölf Quick Wins, also Bereiche mit geringem Optimierungsaufwand und hohen Outcomes, aufgelistet:

Die technischen Aspekte deiner Website:

Keywords in der URL

Alle URLs deiner (Unter-)seiten (Produktseiten, Blogbeiträge, Kontaktseiten, etc.) sollten für dein Themengebiet relevante Keywords beinhalten. Wie stark dieser Rankingfaktor tatsächlich von Google und Co gewichtet wird, ist unklar. Dennoch ist er eine simple Möglichkeit, Suchmaschinen einen guten Überblick über die Websitestruktur und relevante Themengebiete zu geben.

Bei unserem Blogartikel sieht das so aus

Indexierung

Ein Crawler ist eine Software, die das Internet nach Websites und Unterseiten durchsucht, um diese in den Suchmaschinenindex einzutragen. Erst wenn alle Seiten gecrawlt und indexiert sind, werden Sie bei Suchanfragen angezeigt.

Der noindex-Tag, ein Disallow-Befehl oder der http-Statuscode 404 oder 410, helfen dir, einzelne Seiten vor Suchmaschinen-Crawlern zu verstecken. Das ist beispielsweise bei doppelten Seiten, internen Suchergebnissen, Testseiten, etc. sinnvoll.

Ladezeit

Schnelle Website-Ladezeiten sind enorm wichtig, denn lässt man Google und Co. warten, kostet einem das Ranking-Plätze. Verringere beispielsweise deine Dateigrößen für Bilder, Grafiken, etc., benutze CSS statt Grafiken, achte auf qualitative CMS-Plugins oder finde weitere „Bremser“ mit Tools wie PageSpeed Insights oder GTmetrix.

Mobile Optimierung

2020 werden rund 3,5 Milliarden Menschen Smartphones nutzen. Darum müssen Websites für Smartphone, Tablet und Co optimiert werden, um eine positive User Experience über alle Geräte hinweg zu schaffen. Nicht nur Google achtet beim SERP-Ranking auf mobile Optimierung: 96% aller Nutzer informieren sich vor Kaufabschluss auf ihrem Smartphone und setzen ein optimale Darstellung und eine einfache sowie übersichtliche Navigation voraus.

Ein Tool, dass Unternehmen hilft, eigene mobile Websites zu erstellen ist Googles‘ Accelerated Mobile Pages (AMP). Eine an HTML angelehnte Programmiersprache sorgt dafür, Datenmengen zu verringern und Ladezeiten zu beschleunigen.

Du hast zusätzlich eine App? App Indexierung sorg dafür, dass deine Apps in der SERP erscheinen.

Ob Unternehmen ihre Website für „mobile“ optimieren, eigene mobile Websites erstellen oder Apps programmieren sollten, hängt schlussendlich vom Gerätenutzungsverhalten der Zielgruppe ab.

On-Page Maßnahmen

Meta Tag „Title Tags“

Die Titel-Tags nennen im HTML-Code deine Seitentitel. Diese sollten kurz, beschreibend und einzigartig sein. Keywords sollten am Anfang des Titels untergebracht werden.

<title>Bettgestell Björn Ikea </title>
<title>Winterreifen Snowblade 14 Zoll </title>
<title>Team House of Yas </title>

Meta Tag „Meta Description“

In der Meta Description wird deine Seite beschrieben. Auch hier gilt: kurz, einzigartig und beschreibend. Ein CTA (Call-To-Action) kann deine CTC (Click-Through-Rate) zusätzlich erhöhen. Für Desktop- und Mobile-Websites schlägt Google unterschiedliche Vorgaben hinsichtlich der Zeichenzahl vor (Desktop: 150-160 Zeichen, mobil: 110-120 Zeichen).

Ob Unternehmen nun die mobile-optimierte Meta Description auch für die Desktop-Page verwenden oder beide Versionen getrennt betrachten, sollte je nach quellenspezifischer Traffic-Intensität, entschieden werden.

Beispiel: „Du brauchst eine Digital und Social Media Strategy,…“

Content-Marketing-seo-audit-meta-description
Bei deutschen Websites liegen rund 70% aller Fehler bei Meta-Tags, Indexierung, Markups (HTML, CSS) und Überschriften

Überschriften

Dein Content sollte mit den richtigen Überschriften gut strukturiert werden, um Suchmaschinen die Content-Struktur optimal zu vermitteln.

Es gibt Hauptheadlines (H1), und Subheadlines (H2, H3, etc.). Achte darauf, die Struktur von 1 – x richtig beizubehalten.

Einzigartiger Content

Alle Suchmaschinen sind sich hier einig: Einzigartigkeit wird belohnt. Unternehmen sollten bei der Content-Erstellung kreativ sein und auf Themen-Relevanz achten.Hierzu zählt auch die richtige Auswahl relevanter Wörter.

Bilder mit ALT-Attribute

Manchmal können Bilder nicht angezeigt werden. ALT-Attribute, also alternative Bildtexte helfen, JPEGs, PNGs und Co. textlich zu beschreiben. Sollte ein Bild nicht angezeigt werden können wird stattdessen ein beschreibender Text eingeblendet bzw. vorgelesen. Somit werden diese für Sprachausgaben und Bildersuchen optimiert.

Beispiel:

Alt-Attribut: Laptop, Handy, Kaffeetasse und Notizblock auf Holztisch (Alt-Attribute sind keine Bildüberschriften, da diese in der Regel nicht angezeigt werden, sondern nur dann, wenn das Bild nicht geladen werden kann)

Interne Verlinkungen

Interne Links verbinden zusammenhängende Themengebiete deiner Website miteinander. Achte hier darauf, dass die für dich relevanteste Seite (beispielsweise eine Pillar Page mit langer Verweildauer und vielen Views) die meisten Links aufweist.

Du kannst beispielsweise innerhalb eines Blogartikels zu einzelnen Produktseiten verlinken. Zusätzlich können deine Keywords in die Links eingebaut werden.

Ein IKEA-Blogartikel als Beispiel:

Content-Marketing-Seo-Audit-ikea-blog

Off-Page Maßnahmen

Backlinks

Bei Links, die auf deine Website verweisen, kommt es nicht nur auf die Menge, sondern vor allem auf die Qualität an. Links sollten von themenrelevanten und seriösen Seiten kommen. Google erkennt Linkfarmen und sanktioniert mit schlechten SERP-Rankings.

Solche Spam-Backlinks können mithilfe von Tools wie beispielsweise „Disavow“ über die Google Search Console manuell herausgesucht und als „ungültig“ deklariert werden.

Social Signals

Content sollte teilbar und likebar gestaltet sein, um Engagement (retweets, shares, etc.) in Sozialen Medien zu fördern. Die dadurch geschaffenen Backlinks helfen dir indirekt dabei, Reichweite und Traffic zu generiert. Das suggeriert Google und Co., dass du gut ankommst und steigert deiner Popularität. Ein wichtiger Ranking-Faktor! Erfolgreiche Social-Media-Beiträge ranken zudem auch in den SERPs.

Google vs. Mensch – Optimiere für Google, schreibe für deine Leser

Oft passiert es, dass Unternehmen ihre Website nach allen relevanten Ranking-Faktoren optimieren und dennoch nicht in die Top Drei der Suchmaschinenergebnisse schaffen.

Ein SEO-Audit ist zwar eine wichtige Grundvoraussetzung, um Rankings zu optimieren. Aber die gezeigten Stellschrauben sorgen allein noch nicht für Top-1-Ergebnisse. Am Ende des Tages muss der Content auf die Nutzerbedürfnisse zugeschnitten sein.

Lesbarkeit und qualitative Inhalte gewinnen – speziell durch neue Google-Algorithmus Updates – als Ranking-Faktoren immer mehr an Bedeutung.

SEO-Audit-Tools

Wir haben für dich einige Tools rausgesucht, die dir bei deinem SEO-Audit helfen können:

SistrixToolBox

Ob Sichtbarkeitsindex, Websitestruktur, Konkurrenzanalysen, Keyword Recherchen, Backlink-Tests, oder die Überprüfung von Social Signels: Der SEO-Allrounder bietet ein sehr breites Funktionsangebot. Einzelne Tools (SEO, Links, Optimizer, Ads, Social, etc.) können als Module gebucht werden.

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ScreamingFrog

Die SEO-Spider „Screaming Frog” wird anders als viele Tools direkt auf den PC heruntergeladen und ist als gratis und lizenzierte Version erhältlich. URLs oder Domains werden vorwiegend auf on-page Faktoren analysiert und ausgewertet.

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Ahrefs

Der gebührenpflichtige Backlink-Experte unter den SEO-Tools bietet unter anderem Wettbewerbs-Analysen sowie Keyword- und Content-Recherchen. Je nach Version (Lite, Standard, Advanced oder Agency) können ein oder mehrere Projekte parallel durchgeführt werden.

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Majestic

Ob Backlinks, Keywords oder Seitenstruktur, je nachdem, welche Version (lite, pro, api) genutzt wird, stellt das Tool unterschiedliche SEO-Funktionen zur Verfügung.

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Ein SEO-Audit kann sehr technisch werden und viele Programmen setzen ein gewisses SEO-Know-how voraus. Außerdem werden Ranking- Algorithmen ständig angepasst.

Unternehmen können deshalb externe Berater oder Agenturen mit der Planung, Durchführung und Auswertung von SEO-Audits beauftragen. Es lohnt sich! Denn diese Leute haben langjährige Erfahrung mit Suchmaschinen wissen worauf der Fokus gelegt werden soll.

Fazit

SEO-Audits sind wichtig im heutigen Kampf um gute Plätze in den Suchmaschinenergebnissen. Unternehmen müssen sich dieser digitalen Hausaufgabe annehmen, wenn sie online auffindbar sein wollen. Wenn man im ersten Schritt weiß, was man „falsch“ macht, kann man im zweiten Schritt gezielte und strategische Verbesserungen vornehmen.

Um den sich ständig ändernden Algorithmen gerecht zu werden, sollten SEO-Audits regelmäßig durchgeführt. Entdeckte Optimierungspotenziale sollten ausgeschöpft werden, um somit eine saubere SEO-Basis zu erhalten.

Die Häufigkeit ist abhängig von Content-Output und auch SEO-Audit Schwerpunkte sind je nach Webprojekt anders zu setzen. Geschäftsmodelle, die ausschließlich auf digitale Leistungen basieren, müssen ihre Website den aktuellen Ranking-Faktoren besonders oft anpassen.

 

Also in: Content Marketing