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Marketing Wrap – Woche 27 | 2021

Diese Woche werfen wir im Marketing Wrap einen Blick auf Instagram, Facebook und Twitter.

It’s a wrap!

Instagram: Fokus soll nicht länger auf Fotos liegen

Was ist passiert?

Was einst als digitales Fotoalbum startete, ist heute längst mehr: Wir beobachten seit Monaten, wie Instagram neue Funktionen einführt, die die Plattform umfangreicher und versatiler machen. In einem offiziellen Statement von Adam Mosseri, Head of Instagram, sagt er: “We’re no longer a photo-sharing app!” und stellt vor, dass sich die Plattform in Zukunft auf die folgenden vier Bereiche konzentrieren will:

  • Creators
  • Video
  • Shopping
  • Messaging

Wie genau das in Zukunft aussehen wird, bleibt in Mosseris Statement größtenteils offen. Er teasert kurz die Funktionen Fullscreen-Videos, Feed-Recommendations und exklusive Stories an. Wann wir mit diesen rechnen können, ist bisher nicht bekannt. 

Die vier Fokusbereiche stimmen aber schon jetzt mit den letzten Entwicklungen überein, wie wir auch an dem kürzlich verkündeten Desktop Insights Feature sehen. Dadurch sollen Creators ihre Beiträgt deutlich einfacher auswerten können.

Auch der Fokus auf Video-Content bleibt nicht unbemerkt. Mit Werbung in Reels werden die Kurzvideos auch für Marketer*innen interessanter. 

Das Shopping Feature stand zuletzt ebenfalls öfter im Mittelpunkt, wie etwa durch die neuen Sticker, die User*innen Produkte direkt in der App aufrufen lassen. 

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Warum ist das für Marketer*innen relevant?

Instagram ist schon seit längerem eine der interessantesten Plattformen für Marketer*innen. Mit geschätzten 1,22 Milliarden Nutzer*innen weltweit und vielen unterschiedlichen Möglichkeiten zur Vermarktung kann Instagram einfach nicht ignoriert werden. Neuerungen wie die von Mosseri angekündigte Umorientierung der Plattform sollten deshalb aufmerksam verfolgt werden. 

Während neue Features für die Bereiche Creators und Shopping Marketer*innen das Leben wohl eher leichter machen werden, stellt vor allem das Thema Video Unternehmen vor größere Herausforderungen. Hier lohnt es sich also, Zeit, Mühe und Ressourcen zu investieren, um am Puls der Zeit zu bleiben. Denn laut Mosseri wird sich noch einiges in dem Bereich bewegen.

Facebook: Shopping in WhatsApp und Marketplace

Was ist passiert?

Auf dem offiziellen Facebook Blog wurde zuletzt angekündigt, dass es schon bald Shops in WhatsApp geben soll. Unternehmen soll es mit einem WhatsApp Business Account möglich werden, ihren Shop im Profil einzubinden

Gleiches soll auf dem Facebook Marketplace möglich sein. Der ebay Kleinanzeigen Konkurrent wurde bisher vor allem für den privaten Ver- und Ankauf genutzt. Jetzt soll auch Unternehmen der Zugang eröffnet werden.

Facebook will damit auf die Entwicklung reagieren, dass während der COVID-19-Pandemie Online-Shopping stark an Bedeutung zugenommen hat.

Warum ist das für Marketer*innen relevant?

Für Marketer*innen klingt das zunächst nach einer guten Entwicklung. Schließlich haben Unternehmen so mehr Möglichkeiten, den Shop und ihre Produkte unter- und so auch an die Kund*innen zu bringen.

Die Einbindung von Shops in WhatsApp finden wir hier besonders interessant, lag der Fokus der App bisher doch vor allem auf dem privaten Austausch. Erst letzte Woche haben wir darüber berichtet, dass Businesses bald wieder Newsletter über WhatsApp verschicken dürfen. WhatsApp wird so also auch für Unternehmen immer spannender, um die Zielgruppe zu erreichen.

Twitter: “Enge Freunde”-Liste für den Feed

Was ist passiert?

Twitter testet zur Zeit eine Funktion, die sich “Trusted Friends” nennt. So soll es User*innen möglich werden, Tweets nur bestimmten Personen auszuspielen. Gleichzeitig sollen Tweets von Nutzer*innen, die auf der eigenen “Trusted Friends”-Liste stehen, als relevanter eingestuft und deshalb im Feed ganz oben angezeigt werden. 

Alles in allem erinnert das Feature stark an die “Engen Freunde” auf Instagram. Bisher wird es allerdings noch getestet. Wann wir in Deutschland mit der Funktion rechnen können, ist noch nicht bekannt.

Twitter

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Warum ist das für Marketer*innen relevant?

Twitter hält hier mit einer Entwicklung Schritt, die wir auf sozialen Medien schon länger beobachten können: Vor allem jüngere User*innen ziehen sich an “digitale Lagerfeuer” zurück. Diesem Phänomen haben wir in unserer Studie “OK Zoomer – Marketing für die Gen Z” ein ganzes Kapitel gewidmet. An diesen Lagerfeuern teilen Nutzer*innen ihren Content lieber mit einer engen Gruppe aus ausgewählten Freund*innen, als mit der ganzen Welt.

Für Marketer*innen wird es schwieriger, diese Personen zu erreichen. Im Falle von Twitters “Trusted Friends” stehen so die ausgewählten User*innen im Feed weiter oben. Ziel einer Marke kann es damit schon bald werden, durch relevanten Content in diese Liste mit aufgenommen zu werden.  

Quellen

https://twitter.com/mosseri/status/1410297743285829632

https://onlinemarketing.de/social-media-marketing/instagram-feed-story-insights-jetzt-auf-dem-desktop

https://about.fb.com/news/2021/06/new-ways-to-shop-for-products-you-love-across-our-apps/ 

https://onlinemarketing.de/social-media-marketing/alternative-timeline-twitter-trusted-friends

Linda Schmitt
Linda ist Marketing Managerin bei House of Yas. Zu ihren Hauptaufgaben zählen das Schreiben von eBooks und Artikeln für das YasMag. Schon während ihres Studiums der Medienwissenschaft und Anglistik entdeckte sie ihre Leidenschaft fürs Content Marketing und Texten, die sie zunächst in der IT-Branche und heute bei House of Yas weiter auslebt.
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