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Influencer*innen Marketing auf Instagram

Wir haben für dich einen Zahlen-Check der kleinen Schwester von Facebook durchgeführt und erklären dir, wie du dein In(sta)fluencer*innen Marketing in 2020 richtig anfeuerst.

Beliebter denn je – Warum sich Instagram (noch) auf dem Sieger*innentreppchen hält

Die Gründe sind vielfältig: Primär steigt das Interesse an visuellem Content. Gleichzeitig werden Video-Funktionen wie IGTV ausgebaut, Stories mit GIFs, Musik und weiteren Features ausgestattet und neue technische Highlights wie AI-Effekte angeboten.

Die Vielzahl an Bearbeitungsmöglichkeit, ein Hashtag-Dschungel und das Angebot bzw. die Anforderung an kreative Inhalte bieten Marketer*innen zwar viele Möglichkeiten, Influencer*innen Kampagnen zu gestalten, setzen dagegen aber eben auch ein gewisses Channel Know-how voraus.

Influencer*innen können diese Lücke zwischen vielen Unternehmen und einer Instagram-affinen Zielgruppe optimal schließen. Denn diese bringen ein Gesamtpaket mit: die technische Expertise, Kreativität, eine Channel-Affinität und – der wahrscheinlich wichtigste Faktor – eine Audience, die bereit ist, ihren Lieblingsinfluencer*innen zuzuhören.

Youtube ist zwar DIE Video-Plattform, hat aber einen wesentlichen Nachteil: Videoproduktionen sind oft aufwendiger, zeitintensiver und teurer. Außerdem setzten die längeren Content Pieces voraus, dass User sich Zeit zum Konsumieren der Inhalte nehmen.

Instagram Stories hingegen haben nicht den Perfektionsanspruch, sind kurz, überzeugen mit authentischen und spontanen Blicken hinter die Kulissen und benötigen nur eines zur Umsetzung: ein Smartphone.

Facebook erreicht zwar ein sehr großes Publikum, in Sachen Influencer*innen-Marketing jedoch oft das falsche:

Studien zeigen, dass über 73 % der User*innen zwischen 16 und 34 Influencer*innen in ihren Kaufentscheidungsprozess miteinbeziehen. Bei der Zielgruppe zwischen 35 und 54 waren es lediglich 31 %.

Laut Statista verzichten jedoch jüngere Zielgruppen immer häufiger auf den blauen Riesen.

Instagram: Influencer*innen Marketing auf einen Blick

Die Instagram Influencer*innen Trends 2020

Mirco- und Nano-Influencer*innen: Diese Form der Influencer*innen hat ein geringeres Following, meist bis 10.000 Follower und spricht – im Gegensatz zu Influencer*innen mit größerer Reichweite – ein spezifischeres Publikum an. Hohe Engagement Raten und eine zielgruppengenaue Ansprache sind gerade bei Conversion-Kampagnen erfolgsversprechend.

Das sehen auch Marketer*innen so: Eine Studie von BVDW zeigt, dass immer mehr Unternehmen auf reichweitenärmere und dafür authentische Influencer*innen-Kampagnen setzten. Seit 2016 stieg der Einsatz von Micro-Influencer*innen in Unternehmen um 300 %. 63 % arbeiten mit Micro Influencer*innen, 50 % mit Nischen Influencer*innen und nur 35 % setzten auf Macro Influencer*innen. Nur 23 % nutzen Celebrities.

Monogame Influencer*innen: 73 % der bis 34-Jährigen geben an, dass Influencer*innen den Kaufentscheidungsprozess beeinflussen. Wenn diese also nach kurzer Zeit für andere Produkte werben, kann dies zu einer raschen Abwanderung der Zielgruppe führen.

Auch Unternehmen ist der starke Einfluss der Internet-Persönlichkeiten bewusst. Sie versuchen immer öfter, gewonnenen Influencer*innen langfristig in das Marketing einzubauen.

Instagram – (Noch) der Influencer*innen-Platzhirsch?

Derzeit verteidigt Instagram noch seine Stellung als präferierte Plattform bezüglich Influencer*innen bei Marketer*innen und überzeugt dank Formatvielfalt, Nutzer*innenzahlen, Engagement Raten und Influencer*innen-Einfluss der Instagram-Zielgruppe. Doch auch andere Player entwickeln sich zu interessanten Konkurrent*innen:

Allen voran TikTok gewinnt zunehmend Augenpaare der Generation Z (41 % der User*innen sind zwischen 16 und 24 Jahre, 500 Millionen User*innen, 90 % der User*innen nutzen die App täglich) und rüttelt damit zumindest in dieser Altersgruppe am Instagram-Thron.

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Die sehr junge und vor allem digitale Zielgruppe der chinesischen Social Plattform schaffte es in kürzester Zeit, TikTok-Fluencer*innen mit einer enorm großen Reichweite empor zu heben. Loren Gray, Baby Ariel und Zach King sind nur einige der TikTok Persönlichkeiten mit über 30 Millionen Follower*innen.

Außerdem hat die App mit über 1,5 Milliarden Downloads im Apple Store und mehr als 500 Millionen aktiven User*innen innerhalb kürzester Zeit Mitspieler*innen wie Reddit (430 Millionen) oder Pinterest (300 Millionen) überholt.

Zusätzlich etabliert sich das Live-Streaming Gamerportal Twitch mit mehr als 3,6 Millionen monatlichen Streams als interessante Influencer*innen-Plattform, speziell bei der männlichen Zielgruppe (über 80 %) zwischen 18 und 34 Jahren.

Berühmte Twitch-Influencer wie beispielsweise „Ninja“ verzeichnen mehr als 14 Millionen Follower. Außerdem liegt die tägliche Nutzungsdauer der Social Plattform bei 95 Minuten. Auf Instagram verbringen User*innen durchschnittlich 53 Minuten am Tag.

Auch Pinterest ist speziell im special-interest Bereich wie Wohnideen, DIY-Content und Kochen und Backen eine interessante Plattform für Influencer*innen Marketing.

Mit über 300 Millionen täglichen User*innen weltweit und einer User*innen-Wachstumsrate von 30 % im letzten Jahr, ist die Fotoplattform gerade bei der weiblichen Zielgruppe zwischen 30 und 49 enorm beliebt.

Fazit

Es lohnt sich auf alle Fälle, Instagram für das eigene Influencer*innen Marketing zu nutzen. Eine einfache Handhabung, hohe Nutzungszahlen und eine große Auswahl an Macro-, Micro- und Nano-Influencer*innen in unterschiedlichsten Themengebieten ermöglichen es Unternehmen, schnell verschieden Zielgruppen zu erreichen.

Neue Player wie Tiktok oder Twitch bzw. „ältere“ Plattformen wie Pinterest, die auch in Deutschland immer stärker an Relevanz gewinnen (3 Mio. Nutzer*innen 2015, 6 Mio. Nutzer*innen 2020), entwickeln sich speziell für Unternehmen mit jüngeren Buyer Personas oder im speical-interest Bereich immer mehr zu relevanten Influencer*innen-Plattformen.

Daher lohnt es sich für Marketer*innen die Entwicklung sämtlicher Plattformen immer im Auge behalten und aktuelle Trends zu verfolgen.

Philipp Burgstaller
Philipp ist Junior Marketing Creator und verstärkt das Autoren-Team. Zuvor hat er Marketing und Electronic Business in Österreich studiert und sich schon während des Studiums verstärkt mit Social-Media-Marketing und Content-Management befasst. Bei House of Yas kombiniert er seine Passion fürs Schreiben mit seinem Marketing-Know-How und versorgt so das YasMag mit brandaktuellen Artikeln zum Thema Marketing, Content und Co.
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